Sommerzeit, Festivalzeit.

© by Michaele Körner, Juni 2015

Sommerzeit, Festivalzeit. Draußen sein, Kinderlachen, Gitarrenklänge, lecker Bierchen, mit Freunden reden, ein wenig die eingerosteten Hüften schwingen, der Schweiß sammelt sich lustvoll dank der warmen Abendsonne im Ausschnitt … und … wandert euer Lächeln schon Richtung Ohrläppchen bei der Vorstellung? Oder kribbelt es vor Freude ein wenig im Bauch und ihr denkt gerade an zitronige Cocktails?

Hmm, lieber beim nächsten Mal, ist ja schon spät. 22 Uhr und die der Lebenslust entwachsenen Erwachsenen wissen, es ist ihre Zeit. Zeit für eine Zivilisation, gewachsen in Demokratie, die nur durch unser Mittun das Recht aller schützen kann und sei es mit steinernen Gesetzen. Hach, ich bin so stolz, dass ich Teil dieser Gesellschaft bin, die es allen Recht macht und zwar allen beiden, die auf der anderen Rheinseite vom Kunst!Rasen am Freitag Abend lieber Utta Danella schauen. Übrigens eine Film-Reihe, die völlig zu Unrecht nicht auf den Filmfestspielen in Cannes zugelassen wurde. Stattdessen ein Streifen über Viktoria, die durch Berlin zieht und zwar die ganze Nacht, also auch nach 22 Uhr. Anstatt in Ruhe und Jogginghose mit glutenfreien Diätchips vor dem Fernseher zu sitzen, wo am Ende immer alle glücklich und unbefleckt von lauten Tönen, zitronigen oder anderen intimen Flüssigkeiten dem Happy End entgegen schnulzen. Welch Glück muss die beiden umschwirren, wenn sie unnötiges Stimmengewirr mit der Fernbedienung weg regeln und dafür nicht mal das Ordnungsamt anrufen müssen.

Es ist 23:44 Uhr und ich hätte gerade so richtig Lust auf einen Flashmob durch die Fußgängerzone von Bonn mit Musik vom feinsten. Nicht bös sein, Ludwig, ich dachte gerade nicht an deine Mondscheinsonate, eher an sowas wie Boss Hoss oder Muse. Aber ich bin sicher, du hättest auch Spaß daran.

In diesem Sinne …

 

Foto: Homemade

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